Erzählcafé

Erzählen – Zuhören – Begegnen

Einmal im Monat sind Sie herzlich in meine Praxis eingeladen zu einem offenen Erzählcafé.

 

Was passiert hier?

 

Menschen kommen zusammen und erzählen sich bei einer Tasse Tee oder Kaffee von dem, was sie gerade beschäftigt … oder was sie alles erlebt haben … was ihnen wirklich wichtig ist … was sie eben von sich mitteilen möchten.

 

Wozu soll das gut sein?

 

Wir Menschen neigen leider dazu, uns im Gespräch miteinander nicht gut zuzuhören. Ich möchte etwas sagen, und deshalb unterbreche ich vielleicht den Menschen, der gerade spricht. Oder ich bin mit dem halben Gehirn schon bei dem, was ich zu sagen habe – und verpasse das Wichtige, das jemand anders erzählt. So missglückt im schlimmsten Fall die Begegnung zwischen zwei Menschen, die sich einiges zu sagen hätten.

 

Hier setzt das Erzählcafé an. Eigentlich müsste es „Erzähl- und Zuhör-Café“ heißen, denn hier geht es um die hohe Kunst des Zuhörens ebenso wie um das Erzählen an sich. Anhand von Spielregeln und einer freundlichen Gesprächsmoderation (meine Aufgabe als Gastgeberin) soll es möglich werden, dass Menschen wirklich mit dem zu Wort kommen, was ihnen auf dem Herzen liegt und sie gerade beschäftigt. In unterschiedlichen Gesprächsphasen kommen alle zu Wort, die das gerne möchten. Im Mittelpunkt steht pro Abend eine Person, die am Anfang gemeinschaftlich ausgewählt wird und ihre Inhalte einbringt.

 

Wie läuft ein Erzählcafé ab?

 

Dieses Gespräch folgt festen Spielregeln, die die Begegnung unterstützen sollen.

 

Zunächst wird eine Person ausgesucht (oder kann sich freiwillig melden) die von mir in gewisser Weise „interviewt“ wird: Was möchten Sie sagen? Warum ist das so wichtig? Meine Aufgabe als Gesprächsleiterin ist es, Sie wie ein guter Talkmaster „zum Leuchten zu bringen“. Sie stehen im Mittelpunkt. Wir haben genug Zeit, damit Sie wirklich zu Wort kommen können. Die Aufgabe der anderen Anwesenden in dieser Phase ist es, intensiv und wertschätzend zuzuhören, ohne zu kommentieren oder nachzufragen. Zuhören ist das größte Kompliment, das man einem Menschen machen kann, der von sich erzählt.

 

Im der zweiten Phase kann von den Zuhörenden nachgefragt werden: Was ist mir noch unklar? Wovon würde ich gerne mehr erfahren? Auch hier geht es nicht um Kommentare oder Bewertungen, sondern darum, den anderen Menschen zu verstehen.

 

Die dritte Gesprächsphase gibt allen Anwesenden die Möglichkeit, davon zu berichten, was bei ihnen selbst im Zuhören angeklungen ist. Wo habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht? Was fällt mir zu meinem eigenen Hintergrund ein? Ich erzähle von mir und meinem (Er-)Leben. Weiterhin wird nicht kommentiert oder beurteilt, die erzählende Person aus der ersten Runde darf sich jetzt zurücklehnen, an ihrer Tasse nippen und selbst zuhören …

 

Das Erzählcafé mündet in der vierten Phase in ein entspanntes Gespräch unter den Menschen, die sich miteinander unterhalten wollen. Hier gibt es keine Moderation und keine Spielregeln. Die Runde löst sich auf in kleinere Gruppen, und – wer weiß? – vielleicht ergibt sich daraus auch weiterer Kontakt.

 

Wer ist eingeladen?

 

Menschen aus der Nachbarschaft, deren Freunde und Bekannte, meine Freunde, Bekannten und Kunden, Passanten, Junge und Alte.

Alle, die gerne von sich erzählen möchten und ihre Gedanken oder Erfahrungen mit-teilen wollen.

Alle, die interessiert sind an den Lebensgeschichten und Ideen anderer, ihnen fremder Menschen.

Alle, die Lust haben auf Begegnung und Kontakt.

 

Und sonst?

 

Weil das immer wieder gefragt wird: Die Teilnahme am Erzählcafé ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Erzählcafé findet statt, wenn mindestens eine Person sich einfindet – erzählen und zuhören kann man auch zu zweit!
Vorfinden werden Sie Kaffee, Tee und Wasser sowie Obst und/oder kleine Knabbereien.

 

Nächste Termine:

 

10.10., 21.11., 19.12., 17.1., 13.2., 12.3., 16.4., 14.5., 25.6.

jeweils 19:30 bis 21 Uhr

 

Den folgenden Flyer können Sie herunterladen und gerne an Interessierte aus Ihrem Umfeld weiterleiten.

 

Flyer Erzählcafé
Flyer Erzählcafé.pdf
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(c) Dr. Annette Standop